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ACATENANGO

10.05 - 12.05.23

Wir entschieden uns wieder zurück zufahren und gemeinsam mit Kathrin und Stefan die Wanderung zum Acatengango zu unternehmen. Wir parkten unsere Camper am Fusse vom Acatenango, wo am nächsten Tag die Tour starten wird. Wir haben uns für einen lokalen Touren-Anbieter entschieden, die Wanderung wird zwei Tage dauern. Der erste Tag geht es bis zu dem Base Campe ca. 800hm hoch, dort können wir in einfachen Blechhütten auch übernachten. Am nächsten Morgen um 04.00 geht es weiter zum Gipfel hinauf, von wo wir den Sonnenaufgang schauen können. Danach geht es wieder den ganzen Weg zurück bis zu unserem Startpunkt. Keiner von uns hat zuvor eine so geführte Wanderung mitgemacht und wir waren gespannt, wie es uns so gefallen wird.

Wir packten unsere Rucksäcke voll gepackt mit Schlafsack, Snacks, ausreichend Wasser und warmer Kleidung - aber nicht zu voll, da wir es ja die ganze Zeit tragen müssen. Voller Vorfreude ging es dann los - am Ankunftspunkt waren wir überrascht wie viele an so einer Tour teilnahmen, wir waren eine Gruppe von ca. 25 Personen. Und die Ausrüstung sah auch bei jedem sehr unterschiedlich aus - wir waren da mal wieder typisch Deutsch und sehr gut vorbereitet.


Das Wetter war perfekt, ein Mix aus Sonne und Wolken und wir wanderten los. Der Weg nach oben, war mühsamer als gedacht, jedoch nicht wegen der Anstrengung sondern mehr wegen den unendlich vielen Pausen. Irgendwie kam man gar nicht in seinen Lauf-Flow und sobald man drin war, mussten wir alle wieder Pause machen. Deswegen hat sich der Anstieg sehr lange hingezogen. Doch die Natur war einfach atemberaubend und als wir im Base-Camp ankamen, hatten wir perfekte Sicht auf den Vulkan Fuego. Wow, es war einfach nur unbeschreiblich schön. Wir zogen uns schnell warm an, da es richtig kalt wurde und richteten unser Nachtlager her. Zum Abendessen gab es Pasta und Tortilla-Chips und heisse Schoggi. Nach und nach zog es sich mit Wolken zu und es fing richtig stark an zu regnen - zum Glück hatten wir unseren Unterschlupf auch wenn es etwas reinregnete konnten wir es uns gemütlich machen und hundemüde fielen wir ins Bett. Wir hofften, dass der Regen über Nacht aufhört, damit wir in der Früh weiter wandern konnten.


Wir hatten Glück und es hatte aufgehört zum regnen. Das hiess, in der Früh um 4 Uhr ging es weiter - die letzten Höhenmeter hatten es in sich. Es ging so steil berghoch in dem sandigen-Vulkan Gestein, inzwischen waren wir auf fast 4000 hm und daher wurden die Schritte immer langsamer. Doch oben angekommen, hat es sich soo sehr gelohnt. Die Sonne kam am Horizont hervor und liess die Vulkane und Landschaft drum herum in einem goldenen Licht erstrahlen. Wir waren unendlich glücklich, auch wenn uns die Finger fast abgefroren sind. Natürlich waren wir nicht alleine dort - erst jetzt sah man wie viele Menschen diese Wanderungen mit unterschiedlichen Tourenanbieter unternommen haben. Und trotzdem war es ein Moment in meinem Leben, den ich nie wieder vergessen werde. Zum Sonnenaufgang am Gipfel des Vulkan Acatenango zu stehen und über Guatemala und die Wokendecke zu blicken.

Bevor wir komplett zu Eiszapfen wurden, ging es wieder zurück zum Base-Camp diesmal um einiges schneller, da man in dem Sandgestein fast wie Ski-fahren runter sliden konnte. Nach einem schnellen Frühstück, machten wir uns an den Abstieg. Diesmal gab es glücklicherweise nicht so viele Pausen und wir kamen relativ schnell unten wieder an. Doch die Oberschenkel waren sehr froh, endlich anzukommen.

Da wir dringend eine Dusche benötigten, gönnten wir uns für eine Nacht ein Hotel in Antigua. Zur Stärkung gab es noch Burger und dann ging es schnell ins Bett. Am nächsten Tag hiess es für uns nochmal eine Runde arbeiten und die weiteren Wochen planen. Und wir mussten uns leider auch von Kathrin und Stefan verabschieden, sie fliegen für einen Monat zurück nach Deutschland und setzen ihre Reise später fort. Von einem kurzen Hallo in Baja auf dem Campground, über ein Wiedersehen in Guanajuato, wo mit einer gemeinsamen Synchronschwimm-Kür schnell klar wurde, dass dies sehr gut passen könnte. Zu einer Freundschaft die sich daraus entwickelt hat, mit vielen wunderschönen gemeinsamen Reiseerinnerungen. Wir hoffen wir werden euch irgendwann wieder treffen und vielleicht sogar wieder zusammen reisen.


Für uns heisst es Abschied nehmen von Guatemala - wir haben uns schweren Herzens entschlossen, nicht mehr nach Tikal zu fahren, sondern direkt nach Veracruz. Da wir noch einiges erledigen müssen, bevor Ferdi auf Reisen gehen wird. Adios Guatemala!


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