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KARIBIK KÜSTE

01-06 - 15.06.2023


In Santa Marta haben wir den Strand erstmal direkt hinter uns gelassen und sind in die Berge der Sierre Nevada in das kleine Dörfchen Minca gefahren. Wir wollten unbedingt mehr in die Natur sein, wandern gehen und die Seele baumeln lassen. Die Gegend ist traumhaft schön und unfassbar grün mit zahlreichen tropischen Pflanzen. Aktuell ist Regenzeit und die Luftfeuchtigkeit beträgt gefühlt 100% - alles klebt und ist nass. Wir haben uns eine kleine Hütte (Minca Glamping) etwas ausserhalb vom Dorf gebucht. Der Weg dorthin verspricht schon mal viel. Zu Fuss geht es ca. 20 Min eine kleinen Trampelpfad entlang, über einen Fluss, der je nach Regenmenge mehr oder weniger Wasser hat - hinein ins Dschungelparadies. Das Grundstück ist so schön, überall laufen Hühner und Katzen herum. Wir sind umgeben von Mango-, Avocado-Bäumen, Bananen-Stauden und vielen weiteren Früchten, dessen Namen wir nicht kennen. Gegen Nachmittag fängt es meistens zu regnen an und am nächsten Tag ist wieder strahlend blauer Himmel. Unser kleines Dschungel-Abenteuer kann also beginnen.

Die Tage verbringen wir mit Wanderungen durch die Region, besuchen eine Kakao- und Kaffeefarm und zahlreiche Wasserfälle. Die Landschaft sieht aus, wie aus dem Reisekatalog.


Nach ein paar schönen Tagen aber schlaflosen Nächten - so ein Dschungel ist nämlich in der Nacht ultra laut :). Ging es für uns zurück an den Strand, genauer an den Rodadero Santa Marta Strand. Wie sich herausstellt, ist dieser sehr beliebt bei Kolumbianer an Wochenenden. Anna hat ein Flashback an ihre Kindheit in Italien Jesolo. Der Strand war so voller Menschen und mit allen möglichen Händlern, richtig was los. Wir spazierten am Strand entlang, oder eher Slalom und suchten uns ein Fischrestaurant fürs Abendessen. Wir freuten uns über dieses wuselige Durcheinander. Zurück im Hotelzimmer wurden erstmal alle Kleider zum Trocknen auf gehangen. Da durch die hohe Luftfeuchtigkeit alle Kleider, auch die im Rucksack nass waren und noch ein zwei Käfer darin rumkrabbelte. Am nächsten Morgen ging es für uns bereits weiter in die Nähe vom Tayrona Park. Dieser ist leider zur Zeit geschlossen, daher konnten wir ihn nicht besuchen. Aber wir freuten uns sehr auf unser gebuchtes Hotel im Dschungel. Wir haben nämlich für ein paar Nächte ein sehr sehr schönes Hotel wieder im grünen mit grossem Pool gebucht - einfach mal absolut nix tun und erholen ist angesagt - sozusagen Urlaub vom Urlaub. =) Muss auch mal sein.


Und so verbrachten wir eine Woche lang in diesem wunderschönen Hotel - wechselten uns zwischen Pool und klimatisierten Zimmer hab. Schlürften Nachmittags unseren Wassermelonen und Lulo Saft und genossen die Sonne, das nichts tun und unser Leben. Und hatten endlich Zeit unsere geplanten Insta-Post und Blog-Beiträge zu aktualisieren.


Von unserem Hotel im Dschungel ging es nach Cartagena. Und wie es der Zufall will, nachdem wir aus dem Hotel ausgecheckt haben und an die Strasse gelaufen sind, kam gerade ein Bus angefahren. Einmal einsteigen und weiter geht die Reise. So hatte Anna ihre erste kolumbianische Buserfahrung. 7h stundenlang fuhren wir an der Küste entlang nach Cartagena. Die Busfahrt in Kolumbien ist laut - es laufen die ganze Zeit über Screens in der Mitte vom Gang in voller Lautstärke irgendwelche Filme (Cartoon, Action. Liebesfilm alles mögliche), zudem schauen auch noch die anderen Mitfahrer auf ihrem Handy natürlich ohne Kopfhörer Filme. Zwischendurch kommt immer noch Händler durch den Gang gelaufen und verkaufen alle möglichen Sachen. Nach 7h Stunden Lärm, haben wir uns nur noch nach etwas Stille gesehnt. Als wir endlich im gebuchten Zimmer in Cartagena angekommen sind, haben wir mit Schrecken festgestellt, dass Annas Wanderschuhe noch weiterhin im Bus fahren. Wir haben natürlich versucht, diese nochmal ausfindig zu machen, doch leider ohne Erfolg.

In der Stadt haben wir unsere Freunde Maja und Adi endlich wieder getroffen. Wir haben uns zuletzt in Mexico auf der Baja gesehen. Die zwei sind mit ihrem Landcruiser unterwegs und befahren auch die Panamericana. Sie haben mit uns zusammen von Hamburg nach Halifax verschifft, wo wir sie das erste Mal im Hafen in Halifax getroffen haben. Wir haben uns riesig gefreut sie endlich wiederzusehen. Wir konnten noch 1.5 Tage mit ihnen Cartagena anschauen bzw. uns durch die Restaurants schlemmen. Wir hatten eine wundervolle gemeinsame, wenn auch kurze Zeit.

Cartagena ist inzwischen eine wunderschöne touristische Stadt mit vielen Restaurants, Bars und Geschäften. Ein wilder Mix aus Touristen, Party-People und Familien. Die Stadt schläft gefühlt nie - wir haben leider den Fehler gemacht ein Zimmer im Getsemani Viertel zu buchen. Viel Schlaf bekommt man hier leider nicht, da bis spät in die Nacht Live-Band spielen und Party gefeiert wird und zwar an jedem Tag. Wir haben noch spontan einen Bike-Kollegen von Amir getroffen, der beruflich in Cartagena war. Manchmal ist die Welt schon sehr klein.

Nach ein paar wilden Tagen in Cartagena ging es für uns mit dem Flieger weiter nach Medellin.



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